Liberale tagen inmitten der Ahrweinberge

Ulrich van Bebber (4. von rechts), Christina Steinheuer (2. von links), und FDP-Bundestagskandidat Michael Salzmann (Links) freuen sich, Hans-Dietrich Genscher (3. von rechts) und seine Gattin Barbara (2. von rechts), Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (3. von links) und den FDP-Europa-Abgeordneten Michael Theurer (rechts) zusammen mit Landrat Dr. Pföhler und der Weinkönigin Jennifer Knieps im Ahrtal im Hotel Lochmühle begrüßen zu dürfen.
Bonner Generalanzeiger vom 10. Juni 2013
Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Entwicklungsminister Dirk Niebel zu Gast
MAYSCHOSS. Unter dem Slogan „Besuch der Bonner Republik“ hatten sich auf Einladung des FDP-Kreisverbandes Ahrweiler 220 Mitglieder der Liberalen aus vielen Teilen Deutschlands in der Region versammelt. Die Resonanz überraschte die Initiatoren, den Kreisvorsitzenden Ulrich van Bebber und Stellvertreterin Christina Steinheuer, so, dass die abschließende Abendveranstaltung aus Platzgründen vom Mayschosser Michaelishof ins Restaurant Lochmühle verlegt werden musste. Prominenteste Gäste waren der langjährige Bundesminister und FDP-Ehrenvorsitzende, Hans-Dietrich Genscher, Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel sowie Europaabgeordneter Michael Theurer. Als Gäste sprachen Ahrweinkönigin Jennifer Knieps und Landrat Jürgen Pföhler.
Inmitten der Ahr-Weinberge erinnerte Genscher an seine Wurzeln im Wein-Anbaugebiet Saale-Unstrut, das sich im Wein-Wettbewerb „immer mehr zu Gehör melden“
werde. Genscher verband diesen Gedanken mit dem Wunsch, dass das Hochwasser in seiner Heimat einen glimpflichen Ausgang finden werde. Er lobte die zahlreichen Beispiele von Solidarität mit den Betroffenen und schlug dann einen großen Bogen zur internationalen Politik: „Es wird uns auf Dauer nicht gut gehen, wenn es den Menschen in anderen Teilen Europas und der Welt schlecht geht.“ Die deutschen Interessen seien auch die europäischen Interessen. Notwendig seien „Investitionen in die Fähigkeiten unserer Kinder“ und „Investitionen für Frieden und soziale Gerechtigkeit“.
Für Zusammenarbeit der Staaten über Grenzen hinaus warb Minister Dirk Niebel: „Es ist wichtig, dass wir international vernetzt sind.“ Und Europa-Politiker Theurer
vertrat die Meinung, dass die Europa-Krise nur „durch konsequente Weiterbildung der Europäischen Union“ überwunden werden könne. Landrat Jürgen Pföhler verglich den FDP-Kreisvorsitzenden, der auch Fraktionsvorsitzender im Kreistag ist, mit einem „liberalen Felsen in einem schwarzen Meer“. „Setzen Sie sich im politischen Wettbewerb so durch wie das kleine Anbaugebiet Ahr beim Wein“, riet er.
Begonnen hatte die Tour der Liberalen mit dem Besuch im ehemaligen Bonner Regierungsviertel mit Kanzleramt, Kabinettsaal, Arbeitszimmer der Bundeskanzler,Kanzlerbungalow. Am Nachmittag stand ein Besuch der Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler auf dem Programm, und in der Zwischenzeit hatten die Gäste Gelegenheit zum Spaziergang in den Weinbergen.
Zwei Mitglieder der Liberalen Senioren aus Stuttgart zeigten sich besonders beeindruckt vom Regierungsbunker und sinnierten über Überlebenschancen der Abgeordneten nach den 30 Tagen Bunkeraufenthalt. Ein
Liberaler aus Hannover bedauerte, dass von dem „wichtigen Dokument der Zeitgeschichte“ nur 200 Meter zu sehen seien. Zwei junge FDP-Mitglieder aus Berlin hatte die Führung durch die „historischen Räume“ in Bonn besonders beeindruckt.
Mit dem „liberalen Familientreffen“ hatte die Kreis-FDP Neuland betreten. Eine zweite Auflage soll folgen: voraussichtlich 2014 in Düren.ne









