FDP begrüßt Ausbau der Internetversorgung in der Gemeinde Grafschaft
Liberale wollen auch alternative funkbasierte Internetzugänge fördern
Die FDP-Grafschaft begrüßt, dass der Gemeinderat Grafschaft sich für den Ausbau der Internetversorgung in der Gemeinde einsetzt. “Ich freue mich, dass der Gemeinderat sich mit dem Stand der Internetversorgung befasst hat und den weiteren Ausbau unterstützt”, erklärt die Fraktionsvorsitzende der FDP, Christina Steinheuer, nach der letzten Gemeinderatssitzung. Die FDP hatte den Bürgermeister nach dem Stand gefragt und auf einen weiteren Ausbau gedrängt.
Der Gemeinderat hatte, unterstützt durch alle Fraktionen, die Verwaltung beauftragt, hierbei auch zu prüfen, inwieweit der leitungsgebundene Ausbau durch Fördermittel unterstützt werden kann. “Ein wichtiges Element sind hierbei der Ausbau und die Nutzung der vorhandenen Leerrohre, in denen dann später Glasfaserkabel verlegt werden können. Bis hierüber allerdings eine Internetversorgung auch in den Dörfern umgesetzt ist, dauert es noch bis zu drei Jahren. Daher hat die FDP beantragt, in die Prüfung auch funkbasierte Lösungen einzubeziehen. Dies ist leider im Gemeinderat abgelehnt worden,” bedauert Steinheuer.
Denn sobald ein Hauptort mit DSL versorgt ist, lassen sich kleinere umliegende Orte oder einzelne Anwesen mit geringem Aufwand per Funk verschließen.
Es gibt eine ganze Reihe von Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Gemeinden per Richtfunk und WLAN ins Netz zu bringen.
Statt eines Glasfaserkabels nutzen diese Firmen Funkstrecken, beispielsweise indem sie mit Richtantennen eine WLAN-Strecke zum nächsten versorgten Punkt aufbauen und im Ort selber eine oder mehrere Basisstationen errichten. Diese Anbindung ist zwar nicht ganz so leistungsfähig wie ein DSL-Anschluss, dafür lässt sie sich aber schnell in Betrieb nehmen, im Idealfall innerhalb weniger Monate.
“Grafschaft bietet von seiner Topologie her für solche funkbasierten Lösungen günstige Voraussetzungen. In einigen Ortschaften ist dies bereits realisiert. Es gibt auch eine ortsansässige Firma in Gelsdorf, die sich auf diese Technologie spezialisiert hat,” bekräftigt die liberale.
“Ein leistungsfähiger Internetzugang ist heutzutage ein unverzichtbarer Standortfaktor. Es gehört heute nicht nur zu Lebensqualität der privaten Haushalte, sondern ist gerade für Unternehmen überlebenswichtig. Deswegen müssen wir im Kreis mit innovativen und wirtschaftlichen Lösungen die weißen Flecken auf der Landkarte stopfen”, bekräftigt auch der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber. Er verweist auf die Gemeinde Reifferscheid in der Verbandsgemeinde Adenau, bei der ebenfalls eine funkbasierte Internetlösung sehr erfolgreich betrieben würde.
Auch hier habe die Telekom zunächst argumentiert, dass ein Anschluss zu teuer und nicht rentabel sei. “Heute gibt es dort über Funk einen Internetzugang mit bis zu 20 Mb/s. Die Kosten liegen auf Telekom-Niveau,” weiß der Kreisvorsitzende der FDP zu berichten..
“Es ist wichtig, jetzt nach Möglichkeit die Leerrohre zu nutzen und den leitungsgebundenen Ausbau des Internets zu fördern. Aber die Leute und Betriebe brauchen den Internetzugang heute, und nicht erst in ein oder zwei Jahren. Ein moderner Landwirtschaftsbetrieb beispielsweise benötigt einen Breitbandanschluss, um mit Abnehmern und Lieferanten zu kommunizieren. Handwerker, Ladenbesitzer, Freiberufler sind ebenso auf einen Breitbandanschluss angewiesen und können nicht mit den Füßen abstimmen. Fehlt ein solcher, geraten sie gegenüber der Konkurrenz im breitbandversorgten Nachbardorf ins Hintertreffen. Daher sollten Sie auch alles tun, um alternative funkbasierte Lösungen zu fördern,” erklären die Liberalen abschließend.
Bildunterschrift:
Liberale wünschen sich eine schnellere Internetversorgung im Kreis Ahrweiler
FDP-Pressedienst





