Liste soll im Rathaus ausgelegt werden
Die FDP-Grafschaft wendet sich gegen die Datensammelwut von Google und will die Bürger unterstützen, die sich dagegen wehren. Die FDP-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Christina Steinheuer, hat daher den Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem gebeten, im Rathaus vorformulierte Widerspruchslisten auszulegen, in die sich die Bürger eintragen können.
Hintergrund: Google will detaillierte Bilder von Häusern und Straßenzügen ins Netz stellen. Dazu werden auch im Kreis Ahrweiler Straßenansichten für den Internetdienst “Google Streetview” mit Kamerafahrzeugen aufgenommen. Anschließend will “Google Streetview” die Bilder mit Häusern und Straßenabschnitten im Internet veröffentlichen.
Jüngst war darüber hinaus bekannt geworden, dass Google dabei auch WLAN-Netze scannt.
“Viele Bürger fühlen sich zu Recht in ihrer Privatsphäre beeinträchtigt und fürchten darüber hinaus, dass mit diesen detaillierten Aufnahmen Einbrechern die Planung ihrer Raubzüge massiv erleichtert wird. Daher sollte man sich dagegen wehren,” erklärt Steinheuer.
Google sei jetzt bereit, Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit Unterschriften von Bürgern zu akzeptieren. Es bestehe die Möglichkeit, in Rathäusern vorformulierte Widerspruchslisten auszulegen und gebündelt weiterzuleiten, damit Eigentümer und Mieter von Immobilien ihre zu löschende Adresse sowie Unterschrift eintragen könnten.
Nach Pressemeldungen will Google erst dann starten, wenn die Widersprüche von Bürgern vollständig umgesetzt seien. Das teilte das Verbraucherschutzministerium mit. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten sollten komplett unkenntlich gemacht werden. Das Ministerium stellt auf seiner Website einen Musterwiderspruch zum Download als PDF-Dokument bereit. Google habe zugesagt, dass die Widersprüche nach Eingang via Post oder E-Mail umgehend und zuverlässig bearbeitet werden würden.
“Ich würde mich freuen, wenn der Bürgermeister der Gemeinde Grafschaft die Bürgern bei ihren berechtigten Anliegen unterstützt,” so Steinheuer abschließend.
FDP-Pressedienst





